Die Apotheke geschichtlich betrachtet

Apotheken haben Geschichte. Es gab schon immer Orte, an denen Arzneimittel hergestellt und für die Öffentlichkeit vertrieben wurden. In der heute bekannteren Form bestehen sie seit ca. 800 Jahren, doch auch Römer und Griechen verfügten über entsprechende Geschäfte. Im 13. Jahrhundert trennte man Apotheker und Ärzte – diese durften nun nicht mehr in Personeneinheit auftreten. Sie wurden nun vom Staat kontrolliert. So gab es nun spezifische Ausbildungen für beide Berufsstände. Dieses Gesetz begann im Süden Europas, dann jedoch wurde diese Idee europaweit übernommen, vom Süden Europas aus verbreitete sich dieser Berufsstand immer weiter nördlich. In den Pharmazieverkaufsstellen wurden Medikamente direkt hergestellt, was eine gefährliche Dimension des Berufes darstellte – die Facharbeiter waren Opium ausgesetzt und litten unter Nebenwirkungen der von ihnen hergestellten Präparate. Es kann heutzutage jeder, der qualifiziert ist, eine Apotheke wie die Apotheke Liebenau + Drogerie Mag. pharm. V Weißensteiner KG eröffnen – der freie Markt gilt nun überall für diese Branche. Und seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert werden dort keine Medikamente mehr hergestellt - zumindest ist dies in den meisten Ländern seither nicht mehr üblich. Die westliche Welt jedoch machte Namen und Bezeichnungen von bestimmten Herstellern populär und leitete die Fließbandherstellung in der Pharmazie ein.

Apotheken – damals und heute

Der Begriff „Apotheke“ kommt aus dem Lateinischen/Altgriechischen und verwies zunächst einfach auf ein Lager, einen Speicher. Der römische Schriftsteller Columella meinte mit diesem Begriff ein Wein-, Galenos ein Bücherlager. Im Mittelalter war die Pharmazieverkaufsstelle das Geschäft für Kräuter und Gewürze. Bei internationalen Niederlassungen kann es sich um schnellere Lieferzeiten aus dem Ausland, um einen mehrsprachigen Kundendienst oder um besondere Beziehungen zu einer ausländischen Apotheke handeln. Deren Leiter können jedoch immer noch keinen Arzt ersetzen. Sie verfügen über Fachwissen hinsichtlich der Arzneimittel, die Haupt- und Nebenwirkungen betreffend sowie auch über spezifische Fachliteratur, die direkt im Geschäft vorhanden ist. Aktuelle Informationen sind immer mehr auch online abzurufen, der Experte jedoch ist in der Lage, Falschinformationen zu isolieren. Bei Arzneien, Symptomen und Gesundheitsthemen ist es somit nicht unbedingt ratsam für den Laien, sich auf die eigene Internetrecherche völlig zu verlassen. Diese kann nämlich zuweilen zu übereilten Schlüssen führen - nur der Fachmann weiß genau, was er empfehlen kann und sollte.

Geschichte der Apotheken in Museen kennenlernen


In einem Apothekenmuseum werden unter anderem Apothekeneinrichtungen aus der Renaissance, dem Barock, dem Biedermeier sowie aus den 1930er Jahren präsentiert. Auch werden kostbare Reise- und Hausapotheken ausgestellt und es werden alte Symbole von Schwanen-, Einhorn- und Löwenapotheken gezeigt. Viele Museen liefern deutsche und englische Beschreibungen und Führungen. Wichtige Exponate sind auch die Meilensteine der Medikamentenentwicklung im 20. Jhd., nämlich etwa Medizinpackungen der ersten Stunde.
 


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